Blick vom Sandy Spring Hotel auf die Bucht von Pattaya, Thailand
Blick vom Sandy Spring Hotel auf die Bucht von Pattaya, Thailand

 Die weiteren Vorbereitungen betrafen die Hotelbuchungen. Ich beschloss, das erste Hotel für die drei Nächte Pattaya, von hier aus zu buchen. Nach mehrstündiger Recherche im Internet entschied ich mich für das Sandy Spring Hotel Soi 13/2Zimmer mit Meerblick. Da das Hotel auch gleich einen Limousinen  Service vom Flughafen aus anbot, buche ich diesen gleich mit. Kostenpunkt 1500 Bath ca.30€ für 90 Minuten Autofahrt inklusive aller Straßengebühren.

Billig, dachte ich mir. Im Kopf noch die deutschen Taxipreise. 30€ für eine 90 Minütige Taxifahrt… in Deutschland unmöglich.

E-Mail Reservierung lief wie geschmiert. Kreditkartendaten per FAX übermittelt und 10 Minuten später kam die Bestätigung per E-Mail. Jetzt benötige ich ja noch ein Hotel für die Rückreise. Mal ein anderes Probieren. Sollte das erste Hotel doch ein Reinfall sein so habe ich auch noch eine Alternative, dachte ich mir.

Hotel Klein Heidelberg - Pattaya - Thailand
Hotel Klein Heidelberg – Pattaya – Thailand

In einer Dokumentation über Pattaya im Fernsehen erzählte jemand vom Hotel „Klein Heidelberg“ in Naklua, dem deutschen Stadtteil von Pattaya. Dort soll es sonntags fabelhaft leckere Hähnchen vom Grill geben. Das wird bestimmt das Richtige sein, nach den ganzen Wochen der Entbehrungen in Kambodscha. Gesagt – getan – gebucht 900 Bath die Nacht (18€uro)! Als extra Bemerkung gleich ein halbes Hähnchen bestellt. Ein Hähnchen, das ich erst in 4 Monaten essen werde. Wahnsinn! Die Bestätigung kam kurze Zeit später, mit meiner Reservierung des halben Hähnchens!  Klasse!

Über die Rückfahrten zum Flughafen werde ich mich vor Ort kümmern. Wird schon nicht so schwierig sein. Bin ja in mitten eines Touristenortes. Unterbringung und Transport in Thailand wären damit abgehakt von meiner To Do Liste.

Jetzt das gleiche für Kambodscha. Das Ankunfts- und das Abflughotel buchen. Wieder mal das Internet quälen. Doch leichter gesagt als getan. Die Meinung über kambodschanische Hotels ist sehr unterschiedlich. Was der Erste mit GUT bewertet, bewertet der nächste mit MANGELHAFT. Danke, vielen Dank meine lieben Hoteltester. Das galt für fast alle Hotels, die ich mir ausgesucht habe. Da werden die Hoteliers wohl selber ein bisschen manipuliert und bei der Konkurrenz Hand an gelegt haben. Also selber suchen.

Meine Wahl fiel auf das River-Star-Hotel in Phnom Penh. Da lief gerade eine Promotion. Das hieß für mich günstig buchen. Also eine Anfrage geschrieben und Bezug auf die im Internet beworbene Aktion genommen. Darin wird ein allgemeiner Preisnachlas auf alle Zimmer von 20% beworben, plus einen kostenlosen Shuttleservice von und zum Flughafen. Die E-Mailantwort überraschte dann doch. Kein Wort von Discount. Shuttleservice 9$ je Fahrt von und zum Flughafen. Naja, dachte ich. Die Aktion ist nicht beim Personal angekommen. Also, Dear Mr.Kim, begann ich meine Mail an das River-Star-Hotel. Mit dem Hinweis an die Internetwerbung auf der hoteleigenen Homepage. Die Antwort war umso verblüffender. Dear Guest,… und stumpf der gleiche Text wie in der ersten Mail. Der Dear Mr.Kim will oder kann mich nicht verstehen. Dann nicht. Für dich zehn andere, dachte ich mir.

Nochmal das Internet gequält und das nächste Hotel, das Big Luck Hotel auf Verfügbarkeit angefragt. Die schnelle Antwort ließ mich hoffen. Auch dieses Hotel hatte eine Aktion wie, glaube ich, alle Hotels, die ich gefunden habe. Big Luck, na hoffentlich, dachte ich bei mir noch mit meiner Erfahrung der ersten Buchung im Hinterkopf. Da kam nochmals eine E-Mail von Mr.Kim. Dear sorry, for price we can not discount more, we want to change the website, and pickup we have to charge, but charge only $6. by car. Also die Webseite lügt- und wird geändert. Der Pickup Service kostet nun 6$ anstatt 9$ und das alles innerhalb weniger Stunden. Sorry Mr. Kim. Wenn die Buchung schon so problematisch ist, dann verzichte ich gerne auf einen weiteren Kontakt mit ihrem Hotel. Das Big Luck Hotel bestätigte die Zimmerpreise wie im Netz. Na, das ist doch schon mal Big Luck, dachte ich mir. Also gut, die Reservierung per Mail bestätigt und Antwort abwarten. Die Bestätigung hatte von den Terminen her nichts mehr mit meiner Anfrage zu tun. Zwei Tage zu früh und einen Tag zu lange. Erneute Mail an das Big Luck Hotel mit der Bitte um Korrektur der Buchung. Die Antwort war erstaunlich; aber für mich mittlerweile, nach meiner Erfahrung mit dem River-Side-Hotel, nicht mehr überraschend. Your cancellation is confirmed . we hope to see you next time. regard & thank. reservation team. Nicht schlecht Herr Specht, dachte ich mir. Da will man nur für klare Verhältnisse und Reservierungen sorgen und dann cancelt der mir die gesamte Reservierung. Dann eben nicht.

Im Internet fiel mir ein Hotel auf, das augenscheinlich von Australiern viel besucht wurde.

Aussicht von meiner eigenen Terrasse des Walkabout Hotel - Phnom Penh in Kambodscha
Aussicht von meiner eigenen Terrasse des Walkabout Hotel – Phnom Penh in Kambodscha

Das Walkabout Hotel direkt über die Webseite gebucht um 10:55. Um 11:59 kam die Antwort: “ You are booked for 4 nights into a jacuzzi room checkin on the 8 March. Taxi driver will have a sign with your name on it wait for you at outside of arrival terminal he charges $9 for a trip to town. Please reconfirm the booking a week before you arrive.“ Yes!!! JA!!! Genau so habe ich mir das vorgestellt! Eine ordinäre Buchung und eine genauso einfache Antwort. Ganz einfach und simpel. Warum denn nicht gleich so? War doch im Grunde nicht so schwer.

Das Hotel vor dem Rückflug werde ich vor Ort buchen. Das mit dem Internet-reservieren scheint in Kambodscha noch nicht richtig zu funktionieren. Aber ich bin ja lange genug in Phnom Penh, um mich ein wenig nach einer geeigneten Herberge umzuschauen. Damit sind meine Reisevorbereitungen abgeschlossen…dachte ich.

Bis ich meinen neuen Reisepass beim Einwohnermeldeamt abholen musste. Dieser hatte natürlich und selbstverständlich eine NEUE Reisepassnummer. Aber auf dem Visum für Kambodscha stand natürlich noch meine ALTE Reisepassnummer. Was nun? Neues Visum beantragen? Noch einmal 25 €uronen opfern? Eine Mail an die E-Mailadresse der ausstellenden Behörde in Kambodscha, die extra für Probleme mit dem neuen Online-Visum eingerichtet worden ist, brachte die Lösung. Man änderte das bereits ausgestellte Visum ab und mailte mir direkt das NEUE Visum mit der richtigen Reisepassnummer zu. Na… so einfach kann das mit Behörden gehen. Oder einfach nur Glück gehabt. Jetzt kann das Abenteuer beginnen.

Noch die Reiseapotheke zusammenstellen. Fertig. Ein Bekannter von mir aus den Foren empfahl mir ein bestimmtes Anti-Mückenmittel, das über das Internet zu beziehen ist. Das Mittel hieß NOBITE und rückblickend kann ich es nur empfehlen. Es gibt Nobite als Hautschutzgel und als Spray für die Kleidung. Es wirkt Zecken und Mücken abwehrend. Bisher war mir nur Autan ein Begriff. Aber besser ist besser. Heute kann ich nur jedem zu Nobite raten. Keine Mücke hat meine Haut auch nur berührt. Mein Arzt riet mir, noch 2 Wochen bevor ich nach Asien fliege, Perenterol einmal täglich einzunehmen und dies während der gesamten Zeit in Asien fortzusetzen, plus eine Woche nach meiner Rückkehr. Das sollte mich vor Montezumas Rache schützen. Noch ein paar gute Tacking Schuhe von Camel Activ für 179 €uro bestellt plus Trackingrucksack und meine Ausrüstung war komplett.

Jetzt trennte mich und Kambodscha noch genau 5 Wochen…

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